ENSEMBLE | Olla Podrida
 
 
 

Ensemble 

Olla Podrida, bezeichnet eigentlich ein typisches Gericht der kastilischen Küche und war ursprünglich ein Eintopf. Der Name des Gerichts stammt in Wirklichkeit von dem mittelalterlichen spanischen Ausdruck olla poderida („mächtiger Topf“). Die Franzosen haben den Begriff wörtlich übersetzt mit potpourri, was in dem Sinne einem musikalischem Cocktail nahekommt. Zum einen symbolisiert der Name unsere musikalische Vielfalt, zum anderen genießen wir den schmackhaften Eintopf bei unseren alljährlichen gemeinsamen Festessen.

Die Klangvielfalt aus Mittelalter und Renaissance - so sehen wir uns und genauso lebendig wie damals, so erleben wir uns! Voller Kraft mit Krummhörnern, Sackpfeifen und Trommeln, aber auch verspielt und anrührend mit Harfe, Laute und Psalter. Rein Instrumental oder mit mehrstimmigem Gesang vorgetragen - wir erwecken diese Musik mit Freude und Hingabe zu neuem Leben.

In seiner jetzigen Besetzung besteht das Ensemble seit 2017 und ist aus der Musikgruppe „Mercks wol!“ hervorgegangen. Wir konzertieren an historischen Stätten, in Kirchen und Museen, manchmal auch auf Märkten und verleihen Lesungen und Vorträgen den musikalischen Rahmen. Die Berufsmusik ist uns eine Fremde und so ist es jedes einzelne Mal ein besonderes Ereignis, wenn wir alle zusammen kommen, aus allen Himmelsrichtungen, und die alten Klänge der Vergangenheit in der Gegenwart erklingen lassen.

Judith

Anlässlich der 750-Jahr-Feier der Burgmannsstadt Quakenbrück im Jahr 1985 fand bereits mein erster Auftritt als Schülerin in Musik unter der Leitung eines Mannes namens Christoph Seebaß statt. Schon zu dieser Zeit wurde in historischer Kleidung die alte Musik vorgetragen. Das hatte mir damals so viel Spaß bereitet, dass ich selbst 10 Jahre später, als es um die Gründung des Ensembles „Mercks wol!“ ging, sofort zur Stelle war. Sozusagen - ein Gründungsmitglied. Im Alltag als Kauffrau erlebt man mich heute als die gute Seele meiner Abteilung, im Ensemble dagegen verleihe ich den Flöten und den Krummhörnern eine eigene Seele oder lasse ab und zu eine lustige Schelle erklingen.  

 
 
 

Christa

Nach Chor und Flötenensemble kam in mir eines

Tages der Wunsch auf, doch beides musikalisch miteinander zu verbinden. Und so spiele ich seit 2007 in jenen einem Ensemble mit. Von meinem Berufe her liegt mir etwas an Vielfalt, wenn ich den Menschen biologische Produkte und auch Kräutern näher bringe und verkaufe, lockt mich sowohl auch die Herausforderung im Umgang mit verschiedenen Instrumenten. Also spiele ich neben den Flöten, Krummhörnern, der Maultrommel und der Laute auch die Bouzouki und das Rebec. Ja, und ich bringe meine tiefe Frauenstimme in den mehrstimmigen Chorsatz gerne zur Geltung.

 

Klemens

Ich bin zwar nicht ganz das älteste Mitglied des Ensembles im Einzelnen, jedoch im Ganzen. Schon lange singe ich im Chorforum Quakenbrück und treffe hier und dort, auch mal am Arbeitstage, auf Mitglieder dieses Ensembles. Hast du nicht Lust mal auf die Pauke zu hauen?"  hieß es eines Tages. Doch auch ein Bäcker vermag mehr als nur zu singen und so überwand ich meinen Schatten und trat dieser bunten Gruppe im Jahr 2018 bei. Nun singe ich nicht nur den Bass, sondern begeistere mich für die Drehleier, gebe der Musik den passenden Rhythmus auf allerlei Trommeln und Schlagwerken.  

Lutz

Musik begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Eigentlich kann ich auch nichts Anderes - aber zum Glück wurden schon immer Grundschullehrer im Fach Musik gesucht. Das sichert mir meinen Lebensunterhalt, und ganz nebenbei macht es mir auch noch einen riesen Spaß. Wenn ich nicht gerade unterrichte, widme ich all meine freie Zeit dem Musizieren.

 

Von Walter von der Vogelweide bis Georg Kreisler, von Klassik bis Jazz - so vielseitig wie mein Geschmack, ist auch mein Instrumentarium: zu Hause findet man mich am Klavier, und mit Olla Podrida erklingen meine Tenorstimme, das Chalumeau, Blockflöten, Psalter und Trommeln. Seit 2009 gehöre ich dazu.  

 

Ruth

Schon in meiner Kindheit wurde ich an die alte Musik herangetragen. 

„Was für ein Instrument spielen Sie eigentlich?“ wurde ich dann einst 

nach einem Konzert der „Capella Antiqua Bambergensis“ gefragt. 

„Gitarre“, antwortete ich bescheiden.

Inspiriert von einem dieser Konzerte, suchte Gründer

Christoph Seebaß mich eines Tages auf.

Und so geschah es, dass an einem Nachmittag im Oktober 1995

die Musikgruppe „Mercks wol!“ aus der Taufe gehoben wurde.

Fortan erklangen die Musik der Renaissance und des Mittelalters, die ich selbst anfangs mit der Gitarre begleitete.

Mit der Zeit ersetzte die Wandervogel-Laute die Gitarre

und weiterhin nach einigen Reisen kamen Knickhalslaute

und die Nyckelharpa hinzu.

Schließlich baute mir mein Vater eine Drehleier, die ich besonders in den heutigen Tagen mit Begeisterung spiele.

Ja ,heute als pensonierte Lehrerin erfreue ich mich

der wöchentlichen Proben und Konzerte,

wenn gezupft wird und die Mandoline klingt,

wenn die Drehleier dreht

und manchmal auch meine Stimme zu hören ist. 

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Simone

Genau wie meine Kollegin Judith, habe auch ich mich als Schülerin der Musik in den 80er Jahren unter der Leitung von Christoph Seebaß wiedergefunden und begründete das Ensemble "Merck wol!" zu späterer Zeit mit. 

Für mich ist das Musizieren ein hervorragender Ausgleich gegenüber meiner Tätigkeit in der Gemeindeverwaltung -

und so spiele ich seither alle Flöten des Ensembles, sowie auch die Krummhörner. Auch begleitete ich den Herzschlag & Rhythmus der Musik auf Trommeln und Schlagwerk.

 
 

Susanne

Einer muss ja den Hut aufhaben, und das bin dann wohl ich. Nach diversen anderen musikalischen Projekten im Mittelaltergenre habe ich 2009 einen neuen Wirkungskreis gesucht und selbst eine Anzeige geschaltet.

Und voilà - da meldete sich „Mercks wol!“.

So fand ich in diesem Ensemble meine musikalische Heimat.

 

Seit 2017 habe ich die Leitung übernommen und aus „Mercks wol!“ wurde „Olla Podrida“!

Statt Musik habe ich zwar Architektur studiert, dennoch liebe und lebe ich Musik seit dem Tag meiner Geburt. Ich konnte schon eher Noten lesen als Buchstaben. Ich liebe das Singen, sowohl solo als auch im mehrstimmigen Chorsatz. Dazu spiele ich Harfe, Flöten, Rauschpfeife, Krummhorn, Trommel und Schlagwerk.

Silke

Eine Annonce in der Tageszeitung mit

der Überschrift „Mitspieler gesucht“ brachte

mich 2007 zur alten Musik und zum Ensemble.

Das fröhliche Miteinander innerhalb des Ensembles

sowie die Freude am Spielen vor Menschen

begeistern mich heute noch genau wie damals.

Wenn ich nicht gerade singe, spiele ich diverse Sackpfeifen, Flöten, Krummhörner, die Rauschpfeife, Gambe, Laute und Schlagwerk. Manche von diesen Instrumenten nehme ich gerne in die Schule mit,

denn genau wie mein Gatte Lutz lehre ich dort Musik.